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Wie wechsle ich den Kraftstofffilter meines Dieselmotors?

Das Wechseln des Kraftstofffilters ist ein wichtiger Teil der Wartung des Dieselmotors in Ihrem Boot. Dieser Filter verhindert, dass Verunreinigungen wie Schmutz und Wasser über den Kraftstoff in den Motor gelangen. Ohne ein funktionierendes Kraftstofffilter riskieren Sie Startprobleme, verminderte Motorleistung und sogar schwere Motorschäden.

In diesem Blogartikel erklären wir Schritt für Schritt, wie Sie einen neuen Kraftstofffilter einbauen, welche Werkzeuge Sie benötigen und wie Sie Fehler vermeiden. Egal, ob Sie ein erfahrener Heimwerker sind oder gerade erst anfangen, diese Anleitung hilft Ihnen dabei.

Was Sie brauchen, um einen Kraftstofffilter zu wechseln

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Bevor Sie mit dem Austausch des Kraftstofffilters beginnen, stellen Sie sicher, dass Sie alle benötigten Materialien und Werkzeuge griffbereit haben. Das vermeidet nicht nur Verzögerungen, sondern minimiert auch das Fehlerrisiko.

Allgemeine Materialien

Für jeden Filtertyp benötigen Sie die folgenden Artikel.

  • Tücher oder absorbierendes Material: Unverzichtbar, um verschütteten Kraftstoff aufzufangen und Ihren Arbeitsbereich sauber zu halten.
  • Ein Auffangbehälter: Zum Auffangen von verschmutztem Kraftstoff und möglichen Leckagen.
  • Ein neuer Kraftstofffilter: Stellen Sie sicher, dass Sie das richtige Modell für Ihren Motor wählen. Konsultieren Sie hierfür die Bedienungsanleitung des Motors oder lassen Sie sich von unseren Spezialisten beraten.
  • Werkzeuge: Denken Sie an Schraubendreher, Schraubenschlüssel und eine Filterzange. Diese werden zum Lösen und Anziehen des Filters benötigt.

Spezifische Anforderungen pro Filtertyp

  • Schraubfilter: Ein Filterschlüssel zum Abschrauben des alten Filters. Bei Bedarf ein Gummidichtring, um eine perfekte Abdichtung zu gewährleisten.
  • Kassettenarten: Zusätzliche Dichtringe. Diese werden oft mit dem neuen Filter geliefert, aber prüfen Sie immer, ob diese vorhanden sind.
  • Separ Filter: Ein Separ Filter ist so konzipiert, dass er Wasser und Schmutz aus dem Kraftstoff abscheidet und über ein wasserabweisendes Filterelement verfügt. Es ist wichtig zu prüfen, ob das Filterelement wiederverwendbar ist und ob spezielle Reinigungsmittel erforderlich sind. Außerdem empfiehlt es sich, ein Ersatzfilterelement bereitzuhalten, falls das alte Filterelement verstopft und nicht mehr verwendbar ist.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Austausch eines Kraftstofffilters

Der Austausch eines Kraftstofffilters mag kompliziert erscheinen, aber mit diesem strukturierten Ansatz ist es eine Aufgabe, die Sie selbst erledigen können. Nachfolgend finden Sie eine detaillierte Anleitung pro Filtertyp.

Vorbereitung

  1. Den Motor ausschalten: Stellen Sie den Motor ab und lassen Sie ihn vollständig abkühlen. Dies beugt Brandgefahr vor und minimiert das Risiko von Verbrennungen.
  2. In einem gut belüfteten Bereich arbeiten: Kraftstoffdämpfe können gesundheitsschädlich und brennbar sein.
  3. Die Kraftstoffzufuhr abschalten: Schließen Sie den Kraftstoffhahn, um zu verhindern, dass weiterhin Kraftstoff durch das System fließt, während Sie den Austausch vornehmen. Überprüfen Sie den Bereich um den Absperrhahn auf Leckagen, insbesondere bei älteren Kraftstoffleitungen.
  4. Eine Auffangwanne aufstellen: Stellen Sie eine öl- und kraftstoffbeständige Auffangwanne unter das Filter, um austretenden Kraftstoff aufzufangen. Halten Sie ein Tuch bereit, um kleinere Verschüttungen sofort aufwischen zu können.

Wechsel des Anschraubfilters

  1. Alten Filter abschrauben: Schrauben Sie den alten Filter vorsichtig mit einem Filterschlüssel ab. Achten Sie darauf, die Gummidichtung zu entfernen, falls sie am Motor verblieben ist, da eine verbleibende Dichtung Undichtigkeiten verursachen kann.
  2. Die neue Dichtung überprüfen: Tragen Sie eine dünne Schicht Dieselöl auf die Dichtung auf. Dies sorgt für eine bessere Abdichtung und verhindert, dass der Filter zu fest angezogen wird.
  3. Den neuen Filter mit sauberem Dieselkraftstoff füllen: Wenn Ihr Motor eine mechanische Kraftstoffpumpe hat, füllen Sie den neuen Anschraubfilter zuerst mit sauberem Dieselkraftstoff. Dies verhindert Luftblasen im Kraftstoffsystem. (Hinweis: Bei modernen Motoren mit elektrischer Pumpe ist dies nicht erforderlich. Hier kann es sich negativ auswirken und Schmutz zu den Einspritzdüsen befördern. Die Bedienungsanleitung des Motors ist für diesen Schritt maßgeblich.)
  4. Neues Filter montieren: Schrauben Sie das neue Filter handfest an, bis es gut sitzt, und drehen Sie es dann noch etwa eine Vierteldrehung weiter. Verwenden Sie keinen Filterschlüssel zum Anziehen des neuen Filters, da dies die Dichtung beschädigen kann.

Filtermodul wechseln

  1. Gehäuse entfernen: Schrauben Sie das Gehäuse vorsichtig mit dem richtigen Werkzeug (normalerweise ein Schraubenschlüssel oder ein Schraubendreher) ab und entfernen Sie das alte Filterelement.
  2. Gehäuse reinigen: Reinigen Sie das Innere des Gehäuses mit einem fusselfreien Tuch. Vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel, da diese Dichtungen angreifen können. Prüfen Sie, ob alte Dichtungsringe im Gehäuse verblieben sind und entfernen Sie diese.
  3. Neues Filter einsetzen: Setzen Sie das neue Filtermodul ein und achten Sie darauf, dass der Dichtring richtig sitzt und nicht verdreht ist. Schrauben Sie das Gehäuse fest, aber ziehen Sie es nicht zu fest an, um Beschädigungen der Dichtungen zu vermeiden.

Separfilter ersetzen oder reinigen

  1. Filterelement entnehmen: Entnehmen Sie das Filterelement und entsorgen Sie den Filter und den Altkraftstoff.
  2. Gehäuse füllen: Füllen Sie das Filtergehäuse mit sauberem Kraftstoff und bauen Sie den Filter wieder ein. Prüfen Sie nach dem Einbau, ob an den Anschlüssen kein Kraftstoff austritt.

Entlüftung des Kraftstoffsystems

Nach dem Austausch des Kraftstofffilters müssen Sie das Kraftstoffsystem entlüften, um zu verhindern, dass Luft in den Leitungen Motorausfälle oder Startprobleme verursacht. Nicht alle Motoren verfügen über eine manuelle Entlüftung, prüfen Sie daher im Handbuch Ihres Motors die richtige Vorgehensweise.

  1. Prüfen, ob eine Entlüftung erforderlich ist: Einige moderne Motoren mit einer elektrischen Kraftstoffpumpe entlüften sich automatisch, sobald Sie die Zündung einschalten. Ältere oder mechanische Kraftstoffsysteme müssen manuell entlüftet werden.
  2. Öffnen Sie die Entlüftungsschraube: Drehen Sie die Schraube ein wenig auf, bis Sie Kraftstoff sehen.
  3. Manuell mit der Kraftstoffpumpe pumpen: Pumpen Sie weiter, bis keine Luftblasen mehr im Kraftstoff sind.
  4. Die Schraube schließen: Drehen Sie die Schraube fest zu, aber nicht zu fest, um Beschädigungen zu vermeiden, und starten Sie den Motor, um zu prüfen, ob er reibungslos läuft.

Häufige Fehler und wie man sie vermeidet

Der eigenständige Austausch des Filters kann eine Herausforderung sein, besonders wenn Sie mit dem Verfahren nicht vertraut sind. Hier sind einige häufige Fehler und Tipps, um diese zu vermeiden.

Das falsche Filter verwenden

Ein neuer Kraftstofffilter muss immer zu Ihrem Motor passen. Die Verwendung eines ungeeigneten Filters kann zu Undichtigkeiten oder einer unzureichenden Filterung führen. Überprüfen Sie immer die Spezifikationen und verwenden Sie einen Originalfilter oder einen vom Hersteller empfohlenen Filter.

Das System nicht richtig entlüften

Luft im Kraftstoffsystem kann schwerwiegende Folgen haben, wie z. B. Startschwierigkeiten oder einen schlecht laufenden Motor. Stellen Sie sicher, dass Sie nach dem Austausch immer entlüften.

Alte Dichtungen wiederverwenden

Beim Auswechseln eines Filters ist es wichtig, auch die Dichtungsringe zu wechseln. Ein beschädigter Ring kann zu Kraftstofflecks führen, was nicht nur ineffizient, sondern auch gefährlich ist. Verwenden Sie immer einen neuen Dichtungsring und überprüfen Sie, ob der alte ring nicht am motor zurückgeblieben ist.

Den Filter zu fest oder zu locker anziehen

Ein häufiger Fehler ist das Überdrehen des Filters, was den Dichtring beschädigen kann. Ein zu locker sitzender Filter kann hingegen zu Undichtigkeiten führen. Ziehen Sie den Filter handfest an, bis er anliegt, und drehen Sie ihn dann eine weitere Vierteldrehung weiter. Verwenden Sie kein Werkzeug zum Festziehen des Filters, es sei denn, der Hersteller schreibt dies vor.

Keine vorbeugende Wartung

Ein Warten, bis der Kraftstofffilter verstopft ist, kann zu schweren Motorschäden führen. Führen Sie regelmäßig vorbeugende Wartungsarbeiten durch, um die Lebensdauer Ihres Motors zu verlängern. Die Reinigung Ihres Kraftstofffilters ist daher kein überflüssiger Luxus.

Warum ein gut funktionierender Kraftstofffilter wichtig ist

Ein Kraftstofffilter spielt eine Schlüsselrolle bei der Gewährleistung des reibungslosen Betriebs Ihres Motors. Er verhindert, dass unerwünschte Partikel wie Schmutz, Rost und Wasser in den Kraftstoff gelangen und somit in den Motor eindringen. Wenn dies geschieht, kann dies nicht nur die Motorleistung beeinträchtigen, sondern auch zu schweren Schäden führen.

Schutz vor schweren Schäden

Wenn der Filter seine Kapazität zur Rückhaltung von Verunreinigungen verliert, können diese dennoch in den Motor gelangen. Dies kann die Einspritzdüsen beschädigen oder sogar zu Schäden an der Kraftstoffpumpe führen. Einspritzdüsen sind hochpräzise Komponenten, die äußerst empfindlich auf Schmutz und Wasser reagieren. Eine beschädigte Einspritzdüse erfordert teure Reparaturen oder einen Austausch.

Optimale Kraftstoffeffizienz

Wenn ein verstopfter Kraftstofffilter für eine verringerte Durchflussmenge sorgt, muss der Motor härter arbeiten, um Kraftstoff anzusaugen. Dies führt nicht nur zu höheren kosten durch einen erhöhten Kraftstoffverbrauch, sondern kann auch zu einer verminderten Motorleistung führen, wie z. B. einem Verlust an Leistung und Geschwindigkeit.

Längere Lebensdauer des Motors

Ein verstopfter Kraftstofffilter kann auf lange Sicht ernste Folgen für die Lebensdauer Ihres Motors haben. Wenn Schmutz und Wasser in den Motor gelangen, können sie Korrosion in den Kraftstoffleitungen und wichtigen Bauteilen wie den Einspritzdüsen und der Kraftstoffpumpe verursachen. Darüber hinaus können diese Verunreinigungen dazu führen, dass der Motor schneller überhitzt oder sogar vollständig festsitzt.

Wie erkennt man einen verstopften Kraftstofffilter?

Es ist wichtig zu wissen, wann ein Kraftstofffilter verstopft, damit Sie rechtzeitig eingreifen können. Hier sind einige häufige Anzeichen:

  • Startprobleme: Ein verstopfter Filter kann die Kraftstoffzufuhr behindern, was das Starten des Motors erschwert.
  • Verminderte Motorleistung: Wenn Sie feststellen, dass der Motor weniger Leistung hat oder unregelmäßig läuft, kann ein verstopfter Filter die Ursache sein.
  • Höherer Kraftstoffverbrauch: Ein ineffizientes Kraftstoffsystem aufgrund eines verstopften Filters führt dazu, dass der Motor mehr Kraftstoff als normal verbraucht.
  • Unruhiger Leerlauf: Wenn der Motor im Leerlauf nicht rund läuft, kann dies auf eine Verstopfung im Filtersystem hindeuten.
  • Rauch aus dem Auspuff: Übermäßiger oder dunkler Rauch kann ein Zeichen dafür sein, dass der Motor aufgrund von zu wenig sauberem Kraftstoff Schwierigkeiten bei der richtigen Verbrennung hat.
  • Warnleuchte: Bei einigen modernen Motoren kann eine Kontrollleuchte im Armaturenbrett anzeigen, dass der Filter voll ist und ausgetauscht werden muss.

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome bemerken, ist es ratsam, den Filter sofort zu überprüfen und wahrscheinlich den Kraftstofffilter präventiv zu ersetzen. Möchten Sie wissen, wie Sie testen können, wann Ihr Kraftstofffilter ausgetauscht werden muss? Lesen Sie dann unseren anderen Blog, in dem wir erklären, wann Sie einen Kraftstofffilter wechseln müssen.

Ersetzen Sie den Kraftstofffilter Ihres Bootes selbst

Der Austausch des Kraftstofffilters ist eine relativ einfache Aufgabe, die wichtig für die Aufrechterhaltung der Leistung und Lebensdauer Ihres Motors ist. Mit der richtigen Vorbereitung, dem richtigen Werkzeug und dieser ausführlichen Anleitung können Sie diese Aufgabe selbst durchführen.

Haben Sie noch Fragen oder sind Sie unsicher, welches Filter Sie benötigen? Kontaktieren Sie unsere Experten. Sie helfen Ihnen gerne weiter!

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Wann sollte ich den Kraftstofffilter an meinem Dieselmotor wechseln?

mer wenn sich Wasser, Dieselbakterien (Schlamm) oder Schmutz im oder auf dem Kraftstofftank befinden, ist es an der Zeit, den Kraftstofffilter des Bootsmotors zu ersetzen.

Prüfen Sie deshalb regelmäßig die Filter des Kraftstoffsystems. Zum Beispiel jährlich, wenn Sie das Boot für den Winter vorbereiten. Sehen Sie Wasser oder Schmutz in der Inspektionsöffnung des Filters? Es besteht die Möglichkeit, dass sich am Boden des Kraftstofftanks mehr Wasser, Dieselbakterien (Schlamm) oder Schmutz befinden. Wechseln Sie in diesem Fall den Dieselkraftstofffilter.

Lesen Sie auch: Schleimfäden und verstopfte Treibstofffilter

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Wie prüfe und ersetze ich Glühkerzen an meinem Dieselmotor (Boot oder Schiff)?

Was sind Glühkerzen?

Ein Dieselmotor (Schiffsmotor) hat elektrische Glühkerzen die dem Schiffs- oder Bootsmotor helfen, bei Kälte zu starten. Ein Dieselmotor nutzt die Selbstzündung, indem er Sauerstoff und Kraftstoff zusammenpresst. Kurz bevor der Druck am höchsten ist und der Kolben oben ist, wird der Kraftstoff durch einen Zerstäuber eingespritzt und der Zündvorgang beginnt. Da der Motor nach dem Stillstand noch sehr kalt ist, braucht er etwas Hilfe. Dann wird die Glühkerze helfen. Ein Glühkerze befindet sich im Brennraum des Motors und ist aus hochwertigem Material gefertigt.

Testen einer Glühkerze

Sie testen die Glühkerze, indem Sie den Widerstand mit einem Multi- oder Widerstandsmessgerät messen. Trennen Sie die Drähte vor der Messung ab. Der genaue Wert ist bei jeder Zündkerze anders, aber man kann schnell unterscheiden, ob sie kaputt ist oder funktioniert. Wenn ein Strom fließt und das Widerstandsmessgerät einen Wert anzeigt, besteht eine gute Chance, dass die Kerze noch funktioniert. Wenn er Unendlich misst, liegt ein Bruch vor. Sie können daraus schließen, dass die Kerze defekt ist.

Zwei Typen von Glühkerzen

Glühkerzen können in zwei Typen unterteilt werden:

  1. Parallele Glühkerzen

    Parallele Glühkerzen sind über den Eingang mit Masse (Motorblock) verbunden. Der Strom fließt durch den Faden zurück zur Batterie. Sie haben einen Eingang und sind miteinander verbunden. Dies sind in der Regel die Schnellglühanlagen, die direkt mit der Batteriespannung arbeiten.

  2. Serielle Glühkerzen

    Serielle Glühkerzen funktionieren wie eine Glühbirne. Man sieht sie oft in alten Anlagen oder Glühspirale. Sie haben einen ankommenden und einen abgehenden Draht oder eine Verbindung zum nächsten. Die erste Kerze ist der Eingang und die letzte Kerze ist mit Masse verbunden. Sie arbeiten mit reduzierter Spannung mit Vorheizwiderständen und einem Glühauge.

Glühkerzen an einem Schiffsmotor selbst auswechseln

Wenn die Glühkerze defekt ist, bauen Sie sie aus. Seien Sie vorsichtig, sie können sehr eng sein, besonders bei dünnen Glühkerzen. Sprühen Sie sie vor der Demontage gut mit Kriechöl ein, wenn Sie viel Korrosion um die Kerze herum sehen. Dickere Kerzen leiden weniger darunter, weil das Verhältnis von Durchmesser zu Kerze anders ist.
Arbeiten Sie sauber um die Öffnung des Motors herum. Beachten Sie das maximale Lösemoment (Nm = Newtonmeter = Einheit für Drehmoment) und die Gewindegröße (M).

Tipp: Verwenden Sie auch zum Lösen einen Drehmomentschlüssel.

Maximale Lösemomente

  • M8 – 20 Nm
  • M9 – 22 Nm
  • M10 – 35 Nm
  • M12 – 45 Nm

Neue Glühkerzen einbauen

Verwenden Sie beim Einbau neuer Glühkerzen vorzugsweise das vom Motorhersteller angegebene Drehmoment. Ein wenig Kupferfett an der Schneide und am Gewinde ist wünschenswert. Das Anziehen erfolgt ebenfalls mit einem Anzugsdrehmoment. Sie müssen es nur noch versiegeln. Hier finden Sie einen Hinweis auf das Anzugsdrehmoment:

  • M8 – 10 Nm
  • M9 – 12 Nm
  • M10 – 15 Nm
  • M12 – 22 Nm

Anzugsdrehmoment beim elektrischen Anschluss

  • M4 – 2 Nm
  • M5 – 3 Nm

Demontage von festsitzenden Glühkerzen

Haben Sie den maximalen Anzugsdrehmoment erreicht? Drehen Sie nicht weiter auf und wenden Sie keine Gewalt an. Die Glühkerze kann dann brechen. Und das bedeutet, dass der Zylinderkopf demontiert werden muss. Versuchen Sie, die Glühkerzen mit den folgenden drei Schritten zu trennen

  1. Losmachen: Sprühen Sie mit Kriechöl oder synthetischem Öl. Mehrmals über den Tag verteilt wiederholen und über Nacht einwirken lassen.
  2. Kerze aufwärmen: Die Ausdehnung und Kontraktion von Materialien kann zu mehr Bewegung führen. Lassen Sie den Motor warmlaufen oder verwenden Sie ein Stromkabel, um die selbstglühenden Glühkerzen zu erwärmen, und tun Sie dies etwas länger als üblich. Wiederholen Sie. Bitte beachten Sie, dass dies nur bei Glühkerzen mit 11 – 12V Betriebsspannung möglich ist.
  3. Losdrehen: Versuchen Sie, die Glühkerze erneut herauszuschrauben. Lösen Sie die Glühkerze im Zylinderkopf vorsichtig mit geeignetem Werkzeug. Ein langer Steckschlüssel mit Verlängerung funktioniert oft besser als ein Schraubenschlüssel. Sie können dann die Kraft besser verteilen, ohne sie seitlich zu belasten. Verwenden Sie ein Wringeisen, um mit zwei Händen arbeiten zu können. Wenn dies nicht gelingt, wiederholen Sie die drei Schritte.
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Wie baue ich einen Innenbordmotor ein?

Wollen Sie einen Innenbordmotor selbst einbauen oder umbauen? Dann bereiten Sie sich gut vor, beginnen Sie mit den Grundlagen und fangen Sie an zu messen. Dann ersetzen Sie einen Motor mit minimalen Modifikationen. Bei neueren Motoren kennen Sie oft die Abmessungen oder Sie können sie leicht finden. Beachten Sie vor allem:

Überlegen Sie, was Sie auf jeden Fall brauchen werden.

Propellerwellehöhe

Prüfen Sie zunächst, ob der Motor in Kombination mit der Propellerwellenhöhe passt. Befindet sich der Ausgang des Getriebes auf gleicher Höhe wie die Kurbelwelle? Wenn dieser Ausgang niedriger ist als die vorhandene Kardanwelle, steigt der Motor.

Motorstützen

Bei einigen Innenbordmotoren ist die Anpassung der vorhandenen Motorhalterungen kein Problem oder kann das Fundament in einem Stahlschiff angepasst werden. In einem Polyesterschiff ist dies schon schwieriger. Bitte prüfen Sie im Vorfeld, ob dies möglich ist. Gerade bei einem Saildrive ist man oft an vorhandene, vorgefertigte Durchdringungen gebunden.

Maximale Kippwinkel

Prüfen Sie auch, ob der Innenbordmotor die maximale Kippwinkel beim Segeln bewältigen kann. Die maximale Kippwinkel wird oft im Handbuch angegeben. Ein homokinetischer Antrieb löst das Problem anders.

Wendegetriebe

Die Velvet-, PRM-, Hurth-, ZF- und Twindisc-Wendegetriebe sind gängige Umkehrkupplungen. Das Verhältnis wird angegeben in Motordrehzahl, geteilt durch die Abtriebsdrehzahl, oft im Verhältnis zwei zu eins (2:1). Verhältnis = Zwei Motordrehzahlen / eine Propellerwellen-Drehzahl (oder einfach die Hälfte).

Oft wird die Drehrichtung durch den Ausgang L oder R im Verhältnis 2:1 vorgegeben. L ist also ein zwei-zu-eins linksdrehendes Wendegetriebe für einen linksdrehenden Propeller.

Es gibt auch, z. B. bei Volvo Penta, Getriebe mit einem A von Angle (= Ecke). Diese Getriebe haben eine Welle, die um 7 Grad gedreht ist. Dann muss der Motor weniger kippen.

Propeller

Beachten Sie die Drehrichtung des Propellers. Es gibt linke und rechte Wendegetriebe. Die Drehrichtung des Getriebes ist festgestellt für ein vorwärts fahrendes Boot während Sie auf den Bug schauen.

Seien Sie vorsichtig mit einem Z-Antrieb. Der Motor wird invertiert sein, schauen Sie sich also die Spezifikationen genau an.

AB Marine Service kann die Leistungsbedarfsberechnung für Ihr Schiff durchführen.

Leistung

Wenn Sie die Stromrichtung beibehalten, können Sie oft die gleichen Zu- und Rücklaufanschlüsse verwenden, wie z. B. den Abgasausgang, die Kaltwasserzufuhr oder die Zirkulationsleitungen.

Wenn Sie die Leistung vergrößern oder verkleinern wollen, achten Sie auf den Durchmesser des Anschlusses am Motor. Dies ist bereits ein guter Indikator für die erforderliche Größe.

Wenn der Abgaskrümmer 45,00 mm beträgt, können Sie diesen Durchmesser verwenden. Wählen Sie Sie nicht für kleiner, sonst bremst der Motor mit allen Konsequenzen. Umgekehrt ist das oft kein Problem.

Propellerwelle und Lager

Denken Sie auch an den Anschluss des Propellers an das Getriebe. Es gibt Marken, die austauschbar sind, aber das ist nicht immer der Fall. Sie benötigen dann einen Adapterflansch. Diese sind auf Anfrage separat erhältlich oder werden einsatzbereit mit einem homokinetischen Antrieb geliefert.

Möchten Sie Vibrationen und Zeit beim Anschließen sparen? Betrachten Sie den Vorteil eines Axiallagers mit homokinetischen Antrieb.

Was brauchen Sie?

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Ich habe eine 12V-Batterie und die Lichtmaschine sagt 14 V. Was ist der Unterschied?

Auf Booten gibt es 6V Systeme (alt, aber immer noch üblich), 12V und 24V Systeme. Die 12V sind in der Freizeitschifffahrt am gebräuchlichsten und 24V werden für die größeren Schiffe und Binnenschiffe verwendet.

Diese Spannung wird von der Batterie gespeist, die von einer Lichtmaschine am Verbrennungsmotor nachgeladen wird. Diese Spannung ist höher, um das Gefäß schnell zu ‘füllen’, ohne Spannungsdifferenz kein ‘Durchfluss’. Dies führt zu einer Verwirrung zwischen Systemspannung und Ladespannung.

Es gibt auch verschiedene Batterien: Start-, Traktions- und Semi-Traktionsbatterien, manchmal mit eigenem Ladewert. Echte Volltraktionsbatterien benötigen eine höhere Ladespannung, fragen Sie dies immer beim Kauf an.

Auf der Seite von AB Marine service verwenden wir so weit wie möglich die ‘Systemspannung’. Sie haben eine 12V Batterie, Sie müssen sie mit einer 12V Lichtmaschine laden. Also für die Lichtmaschine geben wir 12V an. Wenn wir die Ladespannung der Lichtmaschine nennen (14V oder 13,8V), dann wird es verwirrend. Die Lichtmaschinen werden serienmäßig mit einem Einstellwert zum Laden von Starter- und Semitraktionsbatterien geliefert.

  • 6V Calcium-Batterie = 6,9V Ladespannung (z. B. Oldtimer)
  • 12V Calcium-Batterie = 13,8 – 14,4V Ladespannung (alle Starterbatterien und normale Semitraktionsbatterien).
  • AGM Semitraktionsbatterie = Ladespannung 14,6 – 14,8V
  • GEL-Batterie = Ladespannung 14,2 – 14,8V

Sie können den Zustand Ihrer Batterie auch durch Messung der Spannung feststellen, unten finden Sie die entsprechenden Spannungen. Tun Sie dies normalerweise erst einen Tag nach dem Laden.

Gebruiksaanw. / Handleiding - Accu Service Holland

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Entleert sich Ihr Expansionsgefäß oder Kühlsystem ?

Entleert sich Ihr Expansionsgefäß oder Kühlsystem (langsam)? Es kann dann ein Leck nach innen oder nach außen vorliegen.

Vergewissern Sie sich zunächst, dass kein Leck nach außerhalb des Motors besteht. Wenn der Motor warm ist, kann ein Kühlmittelleck schnell verdampfen und nicht sichtbar sein. Suchen Sie nach Spuren von eingetrocknetem Kühlmittel. Normalerweise hat dieses die Farbe der Flüssigkeit: gelb, grün oder rot, je nach Marke und Art der Flüssigkeit. Mit dem Nachziehen einer Schlauchklemme oder Auswechseln eines Kühlschlauchs ist in diesem Fall das Problem möglicherweise schnell behoben.

Manchmal können Sie die Leckage sichtbar machen, indem Sie mit einem Druckprüfgerät das System mit Druck beaufschlagen. Prüfen Sie auch, ob der Kühlerdeckel (oder Expansionsdeckel) noch ausreichend abdichtet und ob der Gummi gealtert ist.

Sehen Sie keine Spuren von auslaufendem Kühlmittel?

Wenn keine Flüssigkeit nach außen austritt, kann sie auch über den Wärmetauscher, der mit dem Außenwasser in Kontakt ist, nach außen abgeführt werden. Das bedeutet umgekehrt, dass auch Außenwasser in das Kühlsystem gelangen kann.

Sie können probeweise den abgehenden Kühlschlauch am Abgaskrümmer zum Außenwasser abklemmen. Bei laufendem Motor sollte die Impellerpumpe Druck aufbauen – keine Sorge, sie kann nicht beschädigt werden – und beginnen, das Kühlsystem zu füllen, falls ein Leck zwischen dem Außenwassersystem und dem Motorwärmetauscher besteht. Der Flüssigkeitsstand im Expansionsgefäß sollte dann ansteigen. In diesem Fall sollten die Gummimuffen ersetzt werden. Diese sorgen für die Trennung von Außenwassersystem und Kühlflüssigkeitssystem.

Ist dies alles nicht der Fall und befindet sich kein Kühlmittel im Motoröl, kann das Kühlmittel auch vom Motor in den Brennraum gesaugt werden. In diesem Fall können eine undichte Kopfdichtung oder Risse im Zylinderkopf die Ursache sein. Selbst viele Mechaniker können dieses Problem von außen nicht mit Sicherheit feststellen. Besonders bei einem kleinen Leck ist dies sehr ärgerlich und schwer zu beurteilen.

Sie können Verschiedenes ausprobieren:

Kaufen Sie einen einfachen Drucktester (auch für den ersten und zweiten Schritt nützlich). Sie können ein preiswertes Gerät kaufen. Stellen Sie nur sicher, dass Sie ein Satz mit dem richtigen Deckel kaufen. AB Marine Service kann das Prüfgerät natürlich auch liefern. Ein weiteres zuverlässiges Testwerkzeug ist ein Stickstofftester. Damit wird geprüft, ob Stickstoff aus der Verbrennung in das Kühlmittel gelangt. Googeln Sie hierzu z.B. ‘Zylinderkopf Leckage Prüfgerät’.

Wenn Sie die Ursache in den Schritten eins und zwei nicht finden können, demontieren Sie den Zylinderkopf zur weiteren Überprüfung.

Teile für das Kühlsystem

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Schleimfäden und verstopfte Treibstofffilter.

Schleimfäden & verstopfte Treibstofffilter. 

Dieselbakterien: wem dies unbekannt ist, dem können wir sagen, dass Vorbeugen besser als Heilen ist. Wer es bereits einmal mitgemacht hat, wird es so schnell nicht wieder vergessen. Innerhalb kürzester Zeit sind Treibstofffilter oder gar komplette Leitungen und Pumpen durch lange schwarze Flocken und braune Fäden verstopft und bleiben stehen. Mit dem nächsten Törn wird es nichts.

Dieselbakterien lassen sich mit Algen in einem Aquarium vergleichen. Sie bilden sich vor allem in der untersten Schicht von Wasser und Dieselöl im Tank.  Wasser ist schwerer als die meisten Treibstoffe, sodass es sich unten im Tank sammelt. Weil sich die Ansaugöffnung oder der Ablassstopfen der Treibstoffpumpe oft an höherer Stelle befindet, kann Wasser lange im Tank bleiben.

Bakterien im Dieselöl?

Diesel ist wie viele Brennstoffe ein Naturprodukt, das Mikroben enthält. Mit der richtigen Konservierung und Behandlung bekommt man keine Probleme durch bakterielles Wachstum. Wenn Bakterien jedoch den richtigen Nährboden, wie Wasser, erhalten, vermehren sie sich unglaublich schnell. Die Bakterien sind im Dieselöl, aber auch in der Außenluft enthalten und gelangen beispielsweise durch das Entlüftungsrohr in den Tank. Kondenswasser und Sauerstoff von außen bei einem nicht richtig funktionierenden Wasserabscheider machen den Treibstofftank zu einer perfekten Brutstätte. Vor allem bei Sportbooten ist die Umlaufgeschwindigkeit bei Treibstofftanks nicht immer sehr hoch.

Kondenswasser als Nährboden.aanbieding-delphi-296-dieselfilter-waterafscheider

Ein Treibstofftank ist meistens innen eingebaut. Abends kühlt der Tank ab und tagsüber erwärmt er sich wieder. Luft, die sich durch Aufwärmen und Abkühlen bewegt, enthält immer Feuchtigkeit. Warme Luft, die abgekühlt wird, bildet Wassertröpfchen (wie beim Entstehen von Wolken), die sich an der Tankinnenwand niederschlagen. Dieses Wasser sinkt an der Tankinnenwand entlang auf den Boden bis unter den Treibstoff. Dieselöl hat schließlich ein geringeres spezifisches Gewicht als Wasser. Ein Tipp für die Praxis ist, den Raum über der Treibstoffoberfläche immer so klein wie möglich zu halten. Wenn Sie Ihr Boot längere Zeit nicht benutzen, tanken Sie Ihren Tank immer ganz voll, (im Winterlager mit Winterdiesel). Denn: Je kleiner der Raum oben im Tank ist, in dem Luft mit der Tankinnenwand in Berührung kommt und Kondenswasser entstehen kann, desto besser. Wärme und Feuchtigkeit sind für Dieselölbakterien die besten Voraussetzungen für eine schnelle Vermehrung. Aber auch während des Winters können Dieselölbakterien vorkommen. Daher ist eine saubere und trockene Tankentlüftung sehr wichtig.

Regen und Wellengang

Auch kann die Anbringung des Tankfüllstutzens oder der Tankentlüftung an der falschen Stelle leicht zu einer Ansammlung von Wasser im Tank führen.  Wenn Regenwasser oder Spritzwasser bei Wellengang durch ein Entlüftungsrohr in den Tank eindringen kann, muss dies berücksichtigt und etwas daran geändert werden. Achten Sie auch auf den einwandfreien Verschluss des Tankfüllstutzens an der Außenseite und prüfen Sie regelmäßig die Dichtungen im Deckel.

Ist dies neu?

Diesel kann heutzutage von Gesetzes wegen weniger Schwefel enthalten als früher. Schwefel, der verbrannt wird, ist sehr schädlich für die Umwelt. Aber Schwefel hielt früher auch die Dieselbakterien im Zaum. Obendrein werden heutzutage dem Dieseltreibstoff aus Mineralöl ein paar Prozent Biodiesel beigemischt. Biodiesel wird aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnen und ist interessant, weil die Erdölvorräte auf der Welt schwinden. Aber Biodiesel hat die Eigenschaft, sehr schnell Wasser anzuziehen und es enthält eine größere Menge Mikroben.

Was kann man also tun?dahlflowdiagram

Prüfen Sie, wenn möglich, visuell, ob sich im Tank Wasser angesammelt hat. Oft kann man das Wasser als große “Blase” am Tankboden erkennen. Haben Sie dies noch nie kontrolliert oder abgelassen? Dann wird es wirklich dafür einmal Zeit. Stoßen Sie öfter auf dieses Problem? Prüfen Sie, ob es eine der oben beschriebenen Ursachen gibt; beispielsweise eine nicht richtig arbeitende oder offene Entlüftung usw.  Die Treibstoffförderpumpe, die den Treibstoff zum Motor befördert, pumpt den Diesel auch oft über die Rücklaufleitung mehrere Male um. Damit wird Ihr Tank sauber gehalten und filtriert, denn eine richtige Filteranlage mit einem Wasserabscheider kann Wasser aus Ihrem Tank auffangen. Weil Wasser schwerer als Dieselöl ist, wird es unten im Schauglas aufgefangen. Im Schauglas können Sie sehen, ob Ihr Dieselöl schön sauber oder eher trübe ist, was auf eine Verschmutzung hinweist. Haben Sie große Probleme mit Verschmutzung und können Sie den Tank nur schwierig ablassen? Dann können Sie sich für eine externe Pumpenanlage entscheiden, die den Dieseltreibstoff ständig durch einen Filtersatz pumpt und das Wasser abscheidet.

Kraftstoffilter

Wasserabscheider

Kraftstoffpumpe

Schlauch und Rohrleitung

Reaktionen und Erfahrungen sind willkommen!

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Eine flexible Motorlagerung

Eine schwingungsfreie Fahrt dient der Entspannung!

Haben Sie auch schon einen herrlichen Törn gemacht, aber nach einer Weile den Gashebel zurückgenommen wegen des Lärms? Um sich entspannen zu können, muss man sich auch einigermaßen verstehen können, oder? Mit einer flexiblen Motoraufstellung mit Hilfe von Motorlagern werden Lärm und Schwingungen weitgehend unterdrückt. Was ist eigentlich die Basis eines schwingungsfreien (entspannten) Törns? Das Prinzip ist einfach: Entfernen Sie die feste Verbindung zwischen Motor und Fundament. Dieses gibt die Schwingungen des Motors weiter. Lassen Sie den Motor auf seinem Fundament sozusagen “schweben”, und der Lärm ist vorbei. Aber wie erreicht man das? Fangen Sie bei der Basis an;

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Warum schwingen Motoren?
Motoren besitzen innere Bauteile, die schnell hin und her bewegt werden. In Millisekunden wird der Kolben durch eine Explosion abwärts gedrückt und anschließend mit der gleichen Geschwindigkeit von der Kurbelwelle für eine neue Kompression wieder aufwärts bewegt. Indem die Kolbenbewegung möglichst kurz gemacht und die Motorblöcke aus Aluminium hergestellt werden, ist ein moderner Motor kompakt und relativ leicht. Diese Bauweise hat viele Vorteile, unter anderem ist sie platzsparend und führt zu niedrigeren Produktionskosten. Ein Nachteil ist, dass die Schwingungen durch das geringe Eigengewicht weniger gedämpft werden. Auch wird durch den kürzeren Kolbenhub eine höhere Drehzahl benötigt, um auf Schwung zu bleiben. Und wir wissen bereits aus eigener Erfahrung, je mehr Gas wir geben, desto mehr Lärm erzeugen wir.

Lose Motorlagerung
Umso wichtiger ist es, dass für eine gute und stabile Unterstützung mit weichen Motorlagern gesorgt wird. Dadurch hat der Motor keine steife Verbindung mit dem Fundament. Das Prinzip ist: ein möglichst weiches Motorlager, das dennoch stabil genug ist, um das Gewicht des Motors, des Wendegetriebes und eines Teils der Propellerwelle zu tragen:

Möglichst weiches Gummi
Die Weichheit des Gummis wird ausgedrückt in SHORE mit einem Zahlenwert für die Härte. Darüber hinaus gibt ein Buchstabe A bis D an, zu welcher Kategorie das Gummi gehört. Darauf gehen wir hier nicht näher ein. Gummi mit einem SHORE von 10 ist sehr weich; bei höheren Werten ist es fester. Für einen schwereren Motor wird wiederum festeres Gummi benötigt, damit das Gummi durch das Gewicht des Motors nicht zwischen den Schalen herausgedrückt wird. Das Gummi von Motorlagern hat oft mindestens 35 SHORE. Es muss nach einem Gummi gesucht werden; das weich genug, aber gleichzeitig ausreichend fest ist, um den Motor tragen zu können. Oft bestimmt die Weichheit und Qualität des Gummis letztendlich auch den Preis und die Lebensdauer. Ein wertvoller Hinweis! Sparen Sie bei den Motorlagern nicht am Preis. Oft lassen sich auch billigere Motorlager aus anderen Bereichen (Waschmaschinenlager) sehr gut verwenden, aber diese sind oft nicht gegen Öle, Fette und Dieseldämpfe beständig, die es in einem Motorraum immer gibt.

Zu weich?dempers
Zu weiche Motorlager haben auch nicht die Festigkeit, um die Zug- und Schubbewegung auffangen zu können, die die Propellerwelle und der Motor beim Manövrieren erzeugen. Sie können V-Motorlager wählen, die den Motor bei Belastung durch ihre V-Form auffangen, aber weil der Motor gegen das Gummi gedrückt wird, geht auch wieder ein wenig von der Dämpfung verloren.

Aber was ist den optimal
Wenn Sie sich für die optimale Dämpfung entscheiden, ist eine Kombination aus flachen Schwingungsdämpfern mit einem Schub-/Drucklager die beste Lösung. Ein Schub-/Drucklager hält die Propellerwelle in der richtigen Lage. Es ist ein Lager, das Kräfte aus allen Richtungen auffangen kann. Dieses besteht auch aus Gummi und wird zwischen dem Wendegetriebe und der Propellerwelle eingebaut. Nach dem Einbau muss alles exakt ausgerichtet werden, um eine Überlastung der Lager und der Propellerwellenlager zu vermeiden. Noch besser ist es, eine flexible(homokinetische) Kupplung zwischen der Kupplung und der Welle anzubringen, sodass auch bei Belastung und möglicher Verschiebung alle Teile noch spannungsfrei arbeiten können.

Beispiel einer Aufstellung einer homokinetischen Motoraufstellung:
tekening Propellerwelle braun
Klemmnabe blau
Schub-/Drucklager rosa
Homokinetische Kupplung grün
Adapterflansch rot
Motorlager/Schwingungsdämpfer gelb

Empfehlung
Wünschen Sie sich weniger Schwingung und mehr Entspannung? Oder eine bessere Motoraufhängung? Sehen Sie sich einmal die Basis für die Motoraufhängung richtig an, und ob diese verbessert werden kann. Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich hierbei von unseren Fachleuten beraten lassen. Für jeden Motor einschließlich der Kupplung ist eine eigene Berechnung der Kräfteverhältnisse erforderlich. Auf der Grundlage dieser Daten können wir Ihnen einen Plan aufstellen.

Wir liefern Aufhängungen für jede Marke, jeden Motortyp und jedes Wendegetriebe. Machen Sie eine Anfrage für Ihren eigenen entspannten Törn.

 

 

 

 

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Schallschutz für Trocken- und Nassauspuffanlagen

Ist eine Trocken- oder eine Nassauspuffanlage besser?

Ein Trockenauspuff ist ein einfacheres System als ein Nassauspuff. Der Nassauspuff hat jedoch große Vorteile. Wofür entscheiden Sie sich? In diesem Artikel gehen wir auf diese Frage ein und erklären den Unterschied zwischen einem Trocken- und einem Nassauspuffs sowie die verschiedenen Arten von Kühlwasserkreisläufen. Lesen Sie mit?

Was ist eine Trockenauspuffsanlage?

Ein Trockenauspuffsystem ähnelt dem Auspuff eines Autos. Ein Rohr ist über ein flexibles Zwischenstück mit dem Auspuffkrümmer verbunden und leitet die Abgase direkt über den Auspuff ins Freie. Das Kühlwasser des Motors wird dabei extern oder erst viel später in das Auspuffsystem eingeleitet.

Die Rohre und Leitungen sind oft aus Stahl gefertigt, um ein Schmelzen durch die Hitze zu verhindern. Es ist ein einfaches System, hat aber zwei große Nachteile:

  1. Es gibt viel Hitze ab (bis zu 600 Grad an der Quelle) und das System produziert viel Lärm.
  2. Ein Trockenschalldämpfer ist oft wünschenswert, um die Geräuschentwicklung zu dämpfen.

Gut, da wir nun wissen, was ein Trockenauspuffsystem ist, kommen wir zur nächsten Frage.

Was ist ein Nassauspuffsystem?

Bei einem wassergekühlten Auspuff (Nassauspuffsystem) ist der Auspuffkrümmer am Motor montiert. Der Auspuffkrümmer ist oft eine Sonderanfertigung und aus Gusseisen gefertigt. Ein Nassauspuffsystem ist auch oft an den Froststopfen in den Kühlkanälen zu erkennen. Das erwärmte Kühlwasser im motor hat beim Austritt aus dem Motor eine Temperatur von etwa 60 bis 90 Grad und kann daher noch sehr gut zur Kühlung von heißen Auspuffe mit 600 Grad dienen.

Im ersten Teil des Auspuffs werden Wasser und Gase noch nicht gemischt. Dies verhindert, dass Wasser in den motor gelangt und die Gase behindert. Die Gase müssen den Motor ungehindert verlassen können, um die Leistung des Motors nicht zu beeinträchtigen. Kurz nach dem Motor strömen Gase und Flüssigkeiten zusammen und verlassen den motor über den Auspuff.

Auspuff

Unterschiede zwischen einem nassen und trockenen Auspuff

Die größten Unterschiede zwischen einem trockenen und einem nassen Auspuff sind die Temperatur und der Geräuschpegel. Ein trockener Auspuff ist lauter als ein nasser Auspuff, und die Temperatur eines trockenen Auspuffsystems ist höher als die eines nassen Auspuffs. Der Temperaturunterschied zwischen einem trockenen und einem nassen Auspuff ist deutlich spürbar. Bei einem nassen Auspuff wird der Lärm durch das Wasser gedämpft. Mit einem Gummi-Auspuffschlauch sind Sie flexibler und der Auspuff hat sofort eine längere Lebensdauer.

Bei einem tiefer liegenden Motor, wie er bei vielen Yachten üblich ist, ist eine gute Wasserableitung besonders wichtig. Der Bootsrumpf kann nämlich die Platzierung des Auspuffs und die Funktion des Systems beeinflussen.

Die verschiedenen Arten von Kühlwassersystemen

Es gibt drei Arten von Kühlsystemen:

  1. Direkte Kühlung des Bootes: ein Kühlsystem, bei dem Fahrwasser über eine Impellerpumpe in den Motorblock gepumpt wird.
  2. Indirekte Kühlung des Bootes: ein geschlossenes Kühlwasserkreislaufsystem (auch Intercooling- oder Wärmetauschersystem genannt), bei dem man Kühlflüssigkeit im Motor hat und mit einer Impellerpumpe Kühlwasser durch einen Wärmetauscher pumpt.
  3. Indirekte Kühlung des Bootes: ein Kielkühlsystem, bei dem Kühlrohre mit Kühlflüssigkeit unter dem Boot entlanglaufen. Bei letzterem System ist ein Nassauspuff nicht möglich, es sei denn, man installiert eine zusätzliche Impellerpumpe oder eine elektrische Pumpe.

Umbau eines Trockenauspuff auf ein Nassauspuffsystem

Wenn Sie die Vorteile einer Nassauspuffanlage erleben möchten, können Sie die Trockenauspuff umbauen. Komplette Auspuffteile sind erhältlich. Sie können sich auch dafür entscheiden, das Wasser zum Trockenauspuffsystem hinzuzufügen, wobei nur der erste Teil nicht gekühlt wird. Der Umbau kann zwar eine Investition erfordern, ist aber für geschickte Heimwerker gut durchzuführen und Sie werden viel Freude daran haben.


Nassauspuffssystem mit Wasserlock und Schalldämpferr

Ein Nassauspuffsystem besteht aus folgenden Komponenten (von vorne nach hinten)

  • Eine Wasserzufuhrleitung unter dem Boot mit Absperrhahn, um die Zufuhr bei Reparaturen oder Wartungsarbeiten unterbrechen zu können.
  • Ein Seewasserfilter als Zwischenfilter, um potenziell schädliche Stoffe für die Impellerpumpe aufzuhalten.
  • Eine Ansaugpumpe am Motor (Impeller- oder Seewasserpumpe).
  • Bei Umrüstung von Kielkühlung auf Innenkühlung: ein Wärmetauscher mit wassergekühltem Auslasskrümmer.
  • Ein Wassereinspritzteil, das nach dem Auslasskrümmer das Kühlwasser hinzufügt mit Belüfter, um zu verhindern, dass das Wasser beim Abstellen des Motors in den Motor zurückfließen kann.

Die Verwendung eines sogenannten Wasserlock ist bei einem nasseen Auspuff ratsam. Dieser sammelt das Wasser und drückt es mit Überdruck durch den Auspuff nach oben, zusammen mit den Abgasen. Die Waterlock dämpft außerdem Geräusche, da sie auf dem Wasser niederschlägt.

Der Schwanenhals dient als zusätzliche Sicherheit, um das Zurückfließen von Wasser zu verhindern, wenn der Motor tiefer liegt, wie bei den meisten Segelbooten.

Es ist immer noch eine zusätzliche Möglichkeit, den Schalldämpfer anzubringen. Sehen Sie sich unsere Optionen in der Kategorie Auspuffdämpfer an.

Mit feuchten Auspuffsystemen können Sie auch dämpfende und flexible Auspuffschläuche verwenden. Der Zusammenbau wirdgut fixiert mit Edelstahl Schlauchklemmen.

Sie wünschen eine Beratung zum Auspuffsystem? Kontaktieren Sie uns über die Kontaktseite.

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Batterien laden, Batterietrennschalter

Die Starterbatterie und die Lichtnetzbatterie können gleichzeitig geladen werden. Das Laden der Batterien, ohne dass sie in Verbindung sind, ist möglich!

Sie machen eine lange Reise und haben die Annehmlichkeiten Ihres Bootes in vollen Zügen genossen. Der Kühlschrank ist kalt, die Beleuchtung ist eingeschaltet und sie haben eine geruhsame Nacht gehabt. Am nächsten Morgen vor dem Ablegen zum nächsten Hafen wird der Kontaktschlüssel betätigt, um den Motor anzulassen, aber dann…

Das bekannte Geräusch eines nicht funktionierenden Anlassers wegen zu niedriger Spannung. Genug elektrischer Strom für die Beleuchtung und die anderen Geräte ist eines der ersten Bedürfnisse, wenn Sie eine lange Reise vorhaben. Damit der Motor am nächsten Morgen wieder gestartet werden kann, ist ein ausreichender Strom notwendig.

Weil die sich Leistung, die das Lichtnetz verbraucht und die Leistung des Anlassers sehr unterschiedlich sind, können Sie dieses Problem am besten durch die Installation von zwei getrennten Batterien lösen, die auf das jeweilige System abgestimmt sind. Zu diesem Problem kommt es oft, wenn die Beleuchtung oft für lange Zeit eingeschaltet ist, aber der Anlasser nur kurzzeitig viel Leistung abverlangt. Dafür sind spezielle Starter- und Traktionsbatterien lieferbar.

Auch für kleine Installationen ist die Anwendung eines getrennten Licht- und Startersystem empfehlenswert. Wenn die Lichtbatterie Strom für die Beleuchtung und andere Geräte liefert, besteht keine Verbindung mit der Starterbatterie. Diese bleibt immer voll geladen, um den Motor anzulassen. Wenn der Motor läuft, können beide Batterien durch die Lichtmaschine wieder geladen werden.

Wenn beide Batterien voneinander getrennt betrieben werden, müssen sie auch unabhängig voneinander geladen werden können.

 width=Wenn beide Batterien voneinander getrennt betrieben werden, müssen sie auch unabhängig voneinander geladen werden können.
Um beide Batterien voneinander getrennt zu betreiben, aber beide dennoch mit der Lichtmaschine des Motors aufzuladen, können Sie einenBatterietrennschalter verwenden. Dieser Schalter wird auch Diodenbrücke genannt, er verteilt den Ladestrom auf die beiden Batterien. Es sind auch Trennrelais erhältlich, die von der einen vollen Batterie zur anderen weniger vollen Batterie umschalten

Ein Batterietrennschalter ist eine speziell konstruierte Diodenbrücke, die die zweite Batterie (die Lichtnetzbatterie) auf die Lichtmaschine umschaltet, wenn der Motor arbeitet. Das Relais wird über den so genannten “D+”-Kontakt an die Lichtmaschine angeschlossen. Ein Ladestromregler sorgt dafür, dass die Batterie durch die Lichtmaschine nicht überladen wird.

Ein Batterietrennschalter hat den großen Vorteil, dass zwischen den Batterien unter allen Umständen eine vollständige Trennung erfolgt, das heißt,, wenn eine Batterie leer ist, kann kein Strom aus der vollen Batterie zum Laden der leeren Batterie verbraucht werden. Dies kann mit zwei Wassergefäßen verglichen werden. Ein Trennschalter leitet den Ladestrom von der Lichtmaschine oder einem Ladegerät gleichmäßig zu beiden Batterien. Dies geschieht über zwei oder mehrere Dioden (Gleichrichter), die wie ein “Rückschlagventil” für den Ladestrom funktionieren: Der Strom kann nur in einer Richtung hindurch, aber nicht zurück fließen.Wir bieten ein Sortiment einfacher Batterietrennschalter, mit denen sich das oben beschriebene System verwirklichen lässt. Achten Sie dabei auf die Spannung und die gelieferte Leistung, die über das Relais fließen darf.

Es gilt die folgende Faustregel:

70 AMPERE    DIODENBRÜCKE: Für Batterieladegeräte und Lichtmaschinen bis 55 Ampere maximaler Ladestrom.
120 AMPERE  DIODENBRÜCKE: Für Batterieladegeräte und Lichtmaschinen von 60 bis 90 Ampere.
150 AMPERE  DIODENBRÜCKE: Für Batterieladegeräte und Lichtmaschinen von 100 bis 120 Ampere

Berücksichtigen Sie, dass eine Diode immer eine minimale Vorwärtsspannung (Schwellenspannung) von 0,6 V hat. batterijscheiderDas bedeutet, dass bei einer Ladespannung von 14 V höchstens noch 13,4 V für die Batterie bereitstehen. Dies kann bei älteren Modellen von Lichtmaschinen ein Problem sein. Ein mit einerAusgleichsdiode ausgerüsteter Trenner verhindert einen Spannungsabfall über die Diode, sodass die Batterie mit der richtigen Spannung geladen wird.

Mit einem Batterietrennschalter ist es immer noch möglich, mit einem Batterieladegerät, das an das 230-V-Netz angeschlossen wird, die Batterie zu laden; siehe den Schaltplan für eine einfache Einrichtung eines Batterietrennschalters;

Sehen Sie sich gleich einen preisgünstigen Trennschalter  für Ihr Boot an!